Volkshochschulkurs der Betreuungsvereine Südliche Weinstraße

Informationsabend zur Patientenverfügung: Vor- und Nachteile

Die Patientenverfügung ist eine Willenserklärung für den Fall, dass man sich weder mündlich noch schriftlich äußern kann. Lebenserhaltende medizinische Maßnahmen können hierin bezogen auf eine konkret beschriebene Erkrankungs-Situation vorwegnehmend schriftlich ausgeschlossen werden.

Jeder Mensch solle sich allerdings gut überlegen, ob er überhaupt eine Patientenverfügung erstellt.

Es gibt zwar ein Gesetz zur Patientenverfügung (seit 9/2009), mit dem eine Patientenverfügung für alle Ärzte, private Bevollmächtigte und gesetzliche Betreuer rechtsverbindlich ist. Bei den meisten Krankenhausaufnahmen werde mittlerweile grundsätzlich nach dem Vorhandensein einer Patientenverfügung gefragt.

Allerdings gibt es, entgegen der in der Bevölkerung verbreiteten Meinung keine Verpflichtung eine Patientenverfügung zu erstellen.

Mehrheitlich wollen Menschen niemandem zur Last fallen, auch nicht den Familienangehörigen und dem Staat. Vor allem das Prinzip Hoffnung – unser aller Lebensmotor – werde bei einer tatsächlichen Erkrankung oft unterschätzt.

An diesem Abend wird das Thema ausführlich von einem erfahrenen Experten behandelt und auch persönliche Fragen können gestellt und beantwortet werden.

Referent: Michael Falk

Termin: 4. Oktober 2016, 18:30-20:30 Uhr

Preis: €3/5

 

Wer hilft mir, wenn?... Die Vorsorgevollmacht und die Betreuungsverfügung

Es gibt kein automatisches gesetzliches Vertretungsrecht füreinander bei Familienangehörigen, Ehepartnern und erwachsenen Kindern. Dies ist in der Bevölkerung weithin unbekannt.

In einer Vorsorgevollmacht kann für eine oder mehrere selbst ausgewählte Vertrauenspersonen die rechtliche Vertretungsbefugnis für alle denkbaren Rechts- und Lebensbereiche erteilt werden. Auch im Bereich der Gesundheit.

Eine Vollmacht sollte sich jedoch nicht nur auf den Bereich Gesundheit erstrecken, sondern auch auf die Bereiche: Finanzielle Regelungen, Vermögenssorge, Regelung von Behördenangelegenheiten, Aufenthaltsbestimmungsregelungen u.a.

Im Vortrag erfahren Sie, was gibt es dabei zu beachten sowie wie man so ein Dokument erstellen und geltend machen lassen, außerdem wo Sie kostenlose Informationen und Beratungstermine zum Thema Vorsorgemöglichkeiten und rechtliche Betreuung bekommen können.

Referentin: Margreth Becker-Echternach

Termin: 08. November 2016, 18:30-20:30 Uhr

Preis: €3/5

Früher – entmündigt, heute – selbstbestimmt!

Orientierungskurs: Praxisbeispiele aus der Vertretung der Betreuten nach der Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung

Ehrenamtliches Engagement ist für ein funktionierendes Gemeinwesen und für ein von Solidarität getragenes Miteinander unersetzbar. Hilfe für unseren Nächsten in Familie und Region. Sie wollen etwas Sinnvolles tun? Sie wollen sich für hilfebedürftige Menschen engagieren? Oder sind Sie schon ein bevollmächtigter Betreuer, wissen aber nicht genau, wie Sie es angehen sollen, und welche Aufgaben damit verbunden sind?

Es gibt viele verschiedene Situationen, in denen verwandte Angehörige oder Personen ohne persönliche Bindung ehrenamtlich Betreuung von kranken, alten oder süchtigen Menschen übernehmen. Es ist meistens eine sehr intensive Tätigkeit, und viele fühlen sich schnell überfordert.

Die Betreuungsvereine des Landkreises SÜW suchen sozial engagierte Menschen, die als ehrenamtlich tätige rechtliche Betreuer/-innen die Interessen von Personen mit chronischer Erkrankung oder Behinderung verantwortungsvoll wahrnehmen wollen.

Der Orientierungskurs soll für ehrenamtliche Betreuer/-innen, Bevollmächtigte und all jene Bürger/-innen, die es gerne werden wollen, die wichtigsten Fragen zur Betreuungsarbeit und den Aufgaben der Bevollmächtigten beantworten.

Referent: Johannes Pfeiffer

Termin: 29. November 2016, 18:30-20:30 Uhr

Preis: €3/5

 

 

 

 

 

 

 

Bitte Anmeldung:

kvhs Südliche WeinstraßežAn der Kreuzmühle 2 76829 Landau

Telefon 06341 940-122, vhs@suedliche-weinstrasse.de

www.vhs-suew.de